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GAULT&MILLAU

GAULT&MILLAU

Der Gault-Millau ist ein nach seinen Herausgebern Henri Gault (1929–2000) und Christian Millau (1928–2017) benannter Restaurantführer. Er gilt als der neben dem Guide Michelin einflussreichste Restaurantführer französischen Ursprungs. Er vergibt die Gault-Millau-Punkte, die neben Michelins Sternen begehrteste Auszeichnung der Haute Cuisine. Im Gegensatz zum Guide Michelin beschränkt sich der Gault-Millau nicht auf eine Auflistung, sondern bietet eine Beschreibung. Das Ergebnis sind mitunter zynisch-sarkastische Umschreibungen von äußerster Härte, die dem Führer in der Vergangenheit vielfach Prozessandrohungen und Gerichtsverfahren bescherten.

Geschichte
Der Gault Millau wurde 1969 in Frankreich von den beiden Journalisten Henri Gault und Christian Millau gegründet. Der erste Gault Millau Österreich erschien 1978, die erste Schweizer Ausgabe 1982, die erste deutsche 1983. 1986 verließ Gault den Gault Millau.

Der Gault Millau Deutschland wurde seit 1983 vom Münchner Christian Verlag GmbH verlegt. 29 Jahre war Manfred Kohnke der Chefredakteur, 2012 übernahm Patricia Bröhm diese Funktion und Kohnke wurde Herausgeber.  Ab Herbst 2017 übernimmt der ZS-Verlag in München die Lizenz, Patricia Bröhm bleibt Chefredakteurin.

Der Gault Millau Schweiz wird als deutsche und französische Ausgabe von der Ringier AG in Zofingen angeboten. Herausgeber des Gault Millau Österreich war von 1978 bis 2005 Michael Reinartz, seitdem Karl Hohenlohe. Chefredakteure sind Martina und Karl Hohenlohe.Chefredakteur der Schweizer Ausgabe ist Urs Heller.

Außer dem Restaurantführer erscheint seit 1993 jährlich auch der Gault-Millau WeinGuide, in dem die besten Weinerzeuger mit Trauben und die Weine nach dem weltweit üblichen 100-Punkte-System bewertet werden. Chefredakteur der deutschen Ausgabe ist Joel B. Payne. In der Ausgabe WeinGuide Deutschland 2010 wurden über 900 der besten Weinerzeuger vorgestellt und 7000 Weine bewertet.

Bewertungssystem
Gastro

20 Punkte sind die höchste Auszeichnung, die Top-Restaurants erreichen können. Als detaillierteres Bewertungssystem dient eine Skala von ein bis zwanzig Punkten, wobei bis 2004 nur zwei Restaurants, die Auberge de l’Eridan in Veyrier du Lac in der Nähe von Annecy und La Ferme de Mon Père in Megève, die Höchstpunktzahl erreichten. Neben den Punkten werden kleine Kochmützen, in Österreich „Hauben“ genannt, abgebildet; bei 13 und 14 Punkten erhält das Restaurant eine Mütze, bei 15 und 16 Punkten zwei, bei 17 und 18 Punkten drei und ab 19 Punkten vier Mützen. In Österreich wird ein im Gault-Millau ausgezeichneter Koch auch als „Haubenkoch“ bezeichnet.

Für deutsche, schweizerische und österreichische Restaurants existieren Landesausgaben des Gault-Millau. In Deutschland besitzen 13, in der Schweiz acht und in Österreich vier Restaurants 19 oder 19,5 Punkte (Stand 2017). Die Maximalzahl von 20 Punkten wurde bisher in Deutschland, Österreich und der Schweiz noch nie vergeben.

Im Gegensatz zu allen anderen Restaurantführern gibt es im Gault-Millau zusätzlich zu der Punktebewertung eine Beschreibung des Restaurantbesuchs. Je höher das Restaurant bewertet wurde, desto mehr Text widmet der Führer dieser oft ausgefallenen Kritik.

Quelle: Wikipedia

Ringier Axel Springer Schweiz AG
Flurstrasse 55
CH-8005 Zürich
www.gaultmillau.ch

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